Protokoll 1. Vorbereitungstreffen "Positive Begegnungen 2006 - Konferenz zum Leben mit HIV und Aids

18.-20. November 2005, Hotel Ramada-Treff, Leipzig

Teilnehmer/innen: Felix Gallé, Michael Gillhuber, Heike Gronski, Sigrun Haagen (bis 19.11.), Sven Hanselmann, Klaus Knorr, Barbara Passolt, Hans Probst, Jutta Rosch, Michael Rüffin (ab 19.11.), Bernd Vielhaber

Verhindert: Marco Jesse, Kassa

Moderation/Organisation: Dirk Hetzel, Silke Klumb, Achim Weber, Martin Westphal

Protokoll: Friederike Wyrwich


TOP 1: Begrüßung und Begehung des Hotels

 

Kurze Begrüßung der Teilnehmer/innen durch die Mitarbeiter/innen der DAH, anschließend Begehung des Hotels mit der Bankettmanagerin.

Hotel und Management machen ausgesprochen positiven Eindruck: Direktion und Veranstaltungsleitung sind sehr freundlich und kooperationsbereit, das Hotel sei groß und biete viele Gestaltungs- und Freizeitmöglichkeiten. Der einzige Nachteil - dass es weitab der Innenstadt liegt - werde durch diese Vorteile aufgehoben.

Im Hotel gibt es:

  • 10 Tagungsräume (Mailand, Rom, (...) Istanbul, London zu je 81 bis 85 m2), die durch Aufhebung der Trennwände auch miteinander verbunden werden können. Jeder einzelne Tagungsraum fasst - je nach Bestuhlung - 36 bis 70 Konferenzteilnehmer/innen;
  • Ein Foyer, in dem Lauras Café stattfinden kann;
  • 4 Tagungsräume (Düsseldorf (...) Berlin mit 52 bis 85 m2), ebenfalls durch Aufhebung der Trennwände miteinander verbindbar. Diese Räume sind unterschiedlich groß und fassen zwischen 12 und 65 Konferenzteilnehmer/innen;
  • Ein Freiluft-Atrium mit Tischtennisplatte und Outdoor-Schachbrett;
  • Eine Café-Terrasse mit Biergartenbestuhlung und Markise, die auch als Lauras Café mitgenutzt werden kann;
  • Ein verglastes Konferenzsekretariat (Raum Köln) im Hotelfoyer, bei dem die Glaswände auch herausnehmbar sind;
  • Ein Restaurant, in dem max. 350 Leute gleichzeitig essen können;

Im Keller des Hotels befinden sich:

  • Eine Bar (mit Diskofläche, Bühne und Künstlergarderobe) die Sitzplätze für 180 Personen in verschieden eingerichteten "Themenecken" bietet (z.B. "Russische Stube", "Irish Pub") und insgesamt etwa 400 bis 500 Personen aufnehmen kann;
  • Einen Fitnessraum und Saunabereich mit Finnischer Sauna, Römischem Dampfbad, Whirlpool, Tauchbecken und Solarium.

Darüber hinaus befinden sich im Haus:

  • ein Beamer;
  • mehrer Projektortische;
  • verschiedene Mikrofone (Krawatten-, Schnurlos- und Saalmikrofone);
  • Deckenlautsprecher in allen Räumen.

Während der Positiven Begegnungen wird es keine anderen Gäste im Hotel geben, so dass das gesamte Haus, inklusive der Gänge im Erdgeschoss, genutzt werden kann. Die Tagungsräume können von den Referenten selbst abgeschlossen werden.


Top 2: Vorstellung der Teilnehmer/innen:

 

  • Michael Gillhuber, positiv e.V., Berlin
  • Sven Hanselmann, twenty + pos., München
  • Klaus Knorr, Netzwerk Plus, Berlin
  • Hans Probst, AIDS-Hilfe Leipzig
  • Jutta Rosch, AIDS-Hilfe Leipzig
  • Sigrun Haagen, Angehörigennetzwerk, Lüdenscheid
  • Barbara Passolt, AIDS-Hilfe Kassel
  • Silke Klumb, DAH, Berlin
  • Dirk Hetzel, DAH, Berlin
  • Achim Weber, DAH, Berlin
  • Martin Westphal, DAH, Berlin
  • Friederike Wyrwich, Berlin
  • Bernd Vielhaber, die werkstatt, Eddesse
  • Felix Gallé, Netzwerk plus, Berlin (Ankunft am 19.11. verspätet, ca. 19.30 Uhr).


TOP 3: Stand der Dinge und Planung

 

Nach einem kurzen Rückblick auf die zurückliegenden Entscheidungsprozesse für das Hotel und das Konzeptseminar im August berichtet Dirk Hetzel zur Finanzierung der Positiven Begegnungen:

Es sind noch Fragen bezüglich der Finanzierung offen, die noch in den kommenden Monaten geklärt werden müssen. Die Verhandlungen mit dem Hotel verlaufen angenehm zielorientiert und sehr kooperativ. Die Leitung des Hauses hat starkes Engagement und Unterstützung signalisiert. Der Kostenrahmen wird den zurückliegender Veranstaltungen keinesfalls übersteigen.


TOP 4: Gemeinsame Ziele als Vorbereitungsgruppe

 

Dirk Hetzel bittet die Teilnehmer/innen ihre Wünsche in Bezug auf die gemeinsame Arbeit in der Vorbereitungsgruppe zu äußern.

Am Ende zeichnen sich sehr ähnliche Erwartungen in der Gruppe ab. Für die Zusammenarbeit wird von den Teilnehmer/innen gewünscht:

  • Zuverlässiges, verantwortungsbewusstes und ergebnisorientiertes Arbeiten;
  • Konfliktlösungsfähigkeit innerhalb der Gruppe;
  • Transparente Entscheidungswege;
  • Klare Verantwortlichkeiten, konkrete Aufgabenverteilung und -bearbeitung;
  • Schnelle und gute Zuarbeit aus der Bundesgeschäftsstelle;
  • Lust- und freudvolles Arbeiten;
  • Vertrauensvolle Zusammenarbeit;
  • Mut zu Experimenten und Veränderungen, auch unter Inkaufnahme von Konflikten;
  • Diskussions- und Entscheidungsfreude;
  • Offenheit für den gesamten Arbeits- und Diskussionsprozess;
  • Dass alle einander zuhören, aufeinander achten und nicht jeder "sein eigenes Ding macht";
  • Unterschiede anerkennen, auch als Individuum tolerant sein;
  • Dass auch mal unausgegorene Sachen gesagt werden können;
  • Dass sich jeder traut, was zu sagen

TOP 5: Gemeinsame Wünsche für die Konferenz

 

In Weiterführung der Fragen vom Vortag bittet Dirk Hetzel die Teilnehmer/innen, ihre Wünsche für die Konferenz zu formulieren.

Erwartungen an "Positive Begegnungen 2006":

  • eine lebendige Veranstaltung;
  • dass ostdeutsche Perspektiven vorkommen;
  • dass eine Balance zwischen Informationen und Wohlfühl-Bedürfnissen gefunden wird;
  • konträre Dinge getan werden;
  • sich nicht am untersten Niveau orientiert wird und (man) mutiger trennt zwischen Neu-Einsteiger/innen und "alten Hasen": damit die Veranstaltung nicht stehen bleibt sondern sich fort entwickelt;
  • dass die Teilnehmer/innen nicht jammern (2 Nennungen);
  • eine politische Veranstaltung, die Aktion produziert (5 Nennungen);
  • eine Veranstaltung, die ergebnisorientiert und auf Nachhaltigkeit bedacht ist;
  • dass ich etwas auf ihr lernen kann, die Teilnehmer/innen etwas mit nach Hause nehmen;
  • eine Veranstaltung mit starkem WIR (3 Nennungen);
  • als Schirmherrschaft eine Person, die etwas bewirkt;
  • Begrenzung der Teilnehmerzahl bei manchen Veranstaltungen (sensible Themen);
  • Austausch mit anderen, Kontakte;
  • Dass wir als Positive Gastgeber sind für Interessengruppen, die für uns wichtig sind, und mit ihnen in einen Austausch treten;
  • Besseres Moderator(inn)en-Briefing;
  • Botschaft und Bewertung der steigenden Neuinfektionen durch Positive (2 Nennungen);
  • Auseinandersetzung mit Ärzten, Qualität der ärztlichen Versorgung einklagen.


TOP 6: Bedeutung der Konferenz für Selbsthilfe, Gesellschaft, Versorgungswelt

 

Dirk Hetzel bittet alle Teilnehmer/innen, jeweils aus der Perspektive

a)       der Teilnehmenden/Selbsthilfe
b)       der Politik/Gesellschaft und
c)       der Versorgungswelt

die Frage zu beantworten:

Warum sind die Positiven Begegnungen 2006 nach wie vor wichtig?

Die Teilnehmerinnen erhalten je Perspektive zwei Karten in orange, blau bzw. weiß und beantworten die Frage wie folgt:

a) Positive Begegnungen sind aus Perspektive der Teilnehmenden/Selbsthilfe wichtig, weil:

  • Information und Austausch mit Betroffenen (5 Nennungen);
  • Starkes WIR für gemeinsame Belange (4 Nennungen);
  • Lust machen auf Engagement, Aktion statt Gejammer (4 Nennungen);
  • Verantwortung für mich und andere zu übernehmen (2 Nennungen);
  • Stärken der Eigenverantwortlichkeit (2 Nennungen);
  • Ressourcenbündelung, Standortbestimmung, Stärkung der Interessenvertretung (2 Nennungen);
  • Beschließen gemeinsamer Positionen/Interessenvertretung;
  • über den Tellerrand zu schauen;
  • Selbstvertretung;
  • Verbinden, verbünden, Normalisierung der Aidshilfe-Bewegung;
  • Lernen zu klagen ohne zu klagen;
  • Solidarität und Stärkung;
  • Hilfsangebote besser offerieren;
  • Hilfe zur Selbsthilfe;
  • Die Welt ist nicht so, wie sie sein soll!

b) Positive Begegnungen sind aus der Perspektive von Politik/Gesellschaft wichtig, weil:

  • Deutlich sichtbar sein und Rechte einfordern (5 Nennungen);
  • Weg von der Schuldfrage, hin zur gegenseitigen "Verantwortung" (4 Nennungen);
  • Positionen und Forderungen in die Gesellschaftliche Debatte einbringen (2 Nennungen);
  • Bündnisse fördern, Stimmen in Politik und Gesellschaft finden (2 Nennungen);
  • Wir sind noch da! (... und werden mehr!);
  • HIV/Aids weiterhin "akut" (weltweit, Forschung, Deutschland, Soziales);
  • Bündnispartner, Ressourcenbündelung, Standortbestimmung;
  • Versorgungssicherheit;
  • Organisieren von "ungewöhnlichen" Aktionen;
  • Unterstützung in verschiedenen Bereichen (z.B. Finanzen für Forschung);
  • Eigenverantwortung von chronisch Kranken => Leistungsausgrenzung => kein Zugang zum freien Markt;
  • Kompetenter Umgang mit Ressourcen;
  • Mehr Öffentlichkeitsarbeit/Austausch von Problemen und Fakten;
  • Konkrete Verantwortlichkeit/Ordnungsstruktur erforderlich;
  • Vorreiter in Selbsthilfe deutlich machen und weiter entwickeln;
  • Stärken zeigen und Kompetenz;
  • Keinen Kürzungen, weil ...;
  • Die Welt ist nicht so, wie sie sein soll!

c) Positive Begegnungen sind aus der Perspektive der Versorgungswelt (Ärzte etc.):

  • Menschen mit HIV/Aids sind Kunden und Auftraggeber;
  • Dialog Arzt - Patient (2 Nennungen);
  • Standortbestimmung, Bündnispartner;
  • Sicherstellung/Verbesserung adäquater Versorgung (3 Nennungen);
  • Wünsche äußern;
  • Ansprüche von Positiven (Mehrbedarfszuschläge);
  • WIR haben wichtige Erfahrungen/Kenntnisse (2 Nennungen);
  • Patienten sind Partner (5 Nennungen);
  • Wir fangen von vorn an: Rollback im Versorgungssystem;
  • Transparenz: Wie funktioniert unser Gesundheitssystem?;
  • Pharma: Werbemittel für Forschung einsetzen;
  • Info und Dialog;
  • Forderung: Fortbildungsnachweis für HIV-Ärzte;
  • Die Welt ist nicht so, wie sie sein soll!


TOP 7: Titel der Konferenz

 

Die Teilnehmer/innen beschließen nach kurzer Diskussion den Titel der Konferenz:

"Positive Begegnungen 2006 - Konferenz zum Leben mit HIV und Aids"

In dem neuen Namen kommt unter anderem zum Ausdruck:

  • die Weiterentwicklung der Veranstaltung
  • ein atmosphärisches Moment im Obertitel "Positive Begegnungen"
  • die Augenhöhe gegenüber anderen Konferenzausrichtern: Veranstaltung ist unsere Expertenkonferenz nicht über sondern zu HIV und Aids


TOP 8: Zugangskriterien

 

Dirk Hetzel gibt einen kurzen Rückblick auf die früheren BPVen und BVAs:

Fokus der Veranstaltungen war die Stärkung von Selbsthilfe, Individuen und Netzwerken.

BPV und Angehörigenversammlung wurden in der Vergangenheit einfach ausgeschrieben, bewerben konnte sich, wer wollte.

Einzige Zugangskriterien: Merkmale wie Betroffenheit (HIV-positiv/ Angehörige/ Zugehörige), Alter, Geschlecht, Erstteilnehmer/in oder nicht, Migrationshintergrund, Lebenswelt und Wohnort.

Nach längerer Diskussion einigen sich die Teilnehmer/innen darauf, dass die zu konzipierende Veranstaltung anders sein soll, als die bisherigen BPVen/ BVAen und dass die "Positiven Begegnungen 2006" einem weiterentwickelten Ziel dienen sollen:

  • Öffnung auch für Vertreter/innen von Bündnispartnern (z.B. andere Patient(inn)enverbände, aus dem Bereich der Versorgung etc.), mit denen Begegnung und Austausch gesucht wird.
  • Stärkere politische Ausrichtung der Veranstaltung, die unter anderem Positionen der Teilnehmenden zu bestimmten Themen erarbeitet und auf konkrete - handlungspraktische - Veränderungen (in der Gesellschaft) drängt.

Angesichts dieser neuen Zielfestlegung der "Positiven Begegnungen 2006" beschließt die Vorbereitungsgruppe, die Zugangskriterien für die Teilnehmer/innen der "Positiven Begegnungen 2006" zu verändern.

Die Veranstaltung soll nicht mehr so sehr "Selbsterfahrungscharakter" haben. Diejenigen die vorrangig an individueller Aufarbeitung ihrer HIV-Infektion Interesse haben, sollen vielmehr auf die vielfältigen anderen Angebote verwiesen werden, die in den vergangenen Jahren von der DAH und den regionalen AIDS-Hilfen entwickelt worden sind. Die Zugangsvoraussetzungen für die Teilnahme an den "Positiven Begegnungen 2006" sollen verändert werden.

Die Vorbereitungsgruppe erhofft sich so eine Veränderung der Teilnehmer(innen)struktur: Viele Positive, die sich zu den BPVen der vergangenen Jahre nicht mehr angemeldet haben, weil sie ihnen zu wenig weiterführend und zu sehr an Grundlagen orientiert waren, sollen wieder für ein ergebnisorientierteres Treffen interessiert und aktiviert werden, auch auf die (von der Vorbereitungsgruppe als gering eingeschätzte) Gefahr hin, dass dann vielleicht weniger Anmeldungen kommen könnten. Als entscheidend hierfür wird die Frage nach der Motivation für die Teilnahme angesehen. Zu diesem Zweck muss die Ausschreibung angepasst und auch ausdrücklich auf die neuen Ziele der Konferenz hingewiesen werden.

Die Neuausrichtung soll schnell öffentlich transparent gemacht werden. Vor allem die Positiven-Community muss im Vorfeld gut informiert werden.

Das Anmeldeformular wird um Fragen erweitert und klärt Motivation, Bezug, Umsetzung/Transfer sowie persönlich bewegende Themen der Bewerber/innen:

  • Warum möchte ich teilnehmen?
  • Was kann ich in die Veranstaltung einbringen? In welchen Bezügen bewege ich mich?
  • Wie kann ich das erworbene Wissen nach meiner Rückkehr an andere weitergeben?
  • Welches Thema bewegt mich besonders und soll beispielsweise in den Open Space Veranstaltungen behandelt werden?

Verfahrensweise:

Die Anmeldeformulare werden von Mitgliedern der Vorbereitungsgruppe ausgewertet.

Aus der Erfahrung der Scholarship-Programme der AIDS-Kongresse hat sich folgendes Verfahren bewährt: Die Personen, die sich mit den Anmeldungen beschäftigen, erhalten Kopien der Anmeldeunterlagen. Sie prüft diese Unterlagen und stellt drei Listen auf: die Anmeldungen, die aus Sicht des jeweiligen Gruppenmitglieds eindeutig eine Zusage erhalten sollten, Anmeldungen, die aus Sicht des jeweiligen Gruppenmitglieds eindeutig eine Absage erhalten sollten und Anmeldungen, die weder in die erste, noch in die zweite Kategorie passen.

In einem gemeinsamen Treffen werden die individuellen Listen abgeglichen. Bei Übereinstimmungen (sowohl Zu- als auch Absagen) werden die jeweiligen Anmeldungen diskussionslos zu- bzw. abgelehnt, sodass nur über Anmeldungen diskutiert werden muss, die strittig sind. Das soll an einem kurzen Wochenendtreffen geschehen.

Aus der Erfahrung scheint es sinnvoll, einen Kriterienkatalog für die Bewertung zu erarbeiten. Er muss harte (etwa Geschlechterverteilung, regionale Verteilung, Verteilung zwischen "Alten Hasen" und "Neuen", etc.) aber auch weiche Kriterien enthalten.

Arbeitsauftrag:

Bernd Vielhaber überarbeitet das alte Anmeldeformular und fügt eine neue Einleitung, die den Grund für die Änderung der Zugangskriterien erklärt, sowie die vier oben genannten Kriterienfragen ein.

Dirk Hetzel und Achim Weber sind die Prozessverantwortlichen und mailen den Entwurf noch vor Weihnachten an alle Gruppenmitglieder. 


TOP 9: Einrichtung einer Webseite

 

Auf Vorschlag von Bernd Vielhaber beschließt die Vorbereitungsgruppe die Einrichtung einer Unter-Webseite für die "Positiven Begegnungen 2006" unter der Internetadresse www.hivcommunity.net.

Die Webseite soll die Möglichkeit bieten:

  • alle Interessierten über die laufenden Vorbereitungen der "Positiven Begegnungen 2006" zu informieren
  • über die Entwicklung der Konferenz zu informieren (z.B. Erweiterung der Zugangskriterien)
  • alle Mitglieder der Vorbereitungsgruppe kurz vorzustellen - wenn möglich mit Foto - jedoch nur so weit, wie jede/r das möchte
  • allen Interessierten den Kontakt zu Mitgliedern der Vorbereitungsgruppe über eigens dafür eingerichtete E-Mail-Adressen zu ermöglichen (damit z.B. Themenvorschläge eingereicht werden können)

Arbeitsaufträge und Verfahrensweise:

Bernd Vielhaber schreibt den Einstiegstext für die Webseite und informiert alle Gruppenmitglieder sobald die Seite steht.

Diese schicken ihrerseits bis 25. November einen kurzen Selbstdarstellungstext an Bernd und stellen nach dem OK von Bernd einen Link von den Seiten ihres Netzwerks bzw. Aidshilfe zu www.hivcommunity.net/pobe2006 her.

Felix Gallé informiert die Netzwerke Afro-Leben plus, JES und Positiv & Hetero.

Wichtig: Die neuen E-Mail-Adressen werden nur zur Kommunikation im Zusammenhang mit der Webseite genutzt - alles andere läuft weiterhin über die üblichen Mailadressen. 


TOP 10: Erreichen von Subgruppen

 

Folgende Gruppen waren bei den vergangenen BPVen und BVAen unterpräsentiert und sollen für die "Positiven Begegnungen 2006" gezielt beworben werden (vgl. auch Protokoll vom 19./20. August 2005, TOP 5):

  • HIV-positive Ärzte
  • positive Muslime bzw. türkisch/arabische MSM
  • positive Gehörlose
  • positive Hepatitis C-Infizierte
  • von Geburt an HIV-positive Jugendliche
  • positive Sexarbeiter/innen
  • positive Inhaftierte
  • positive Hämophile.

Die Vorbereitungsgruppe beschließt deshalb nach längerer Diskussion, bei diesen Gruppen gezielt zu recherchieren, welche aktuellen Themen sie derzeit beschäftigen, was die Konferenz leisten muss, um für sie attraktiv zu sein und ob sie Interesse an einer Zusammenarbeit haben.

Arbeitsaufträge:

Die Mitglieder der Vorbereitungsgruppe recherchieren bei folgenden Gruppen und Personen die derzeit aktuellen Themen:

  • Bernd: positive Ärzte
  • Jutta/Hans: Caro e.V. und Latte (Sexarbeiter/innen), Leipziger Gehörlosenverband
  • Felix: Muslime und Stricher in Berlin, Ilse Grosch-Wörner (positive Jugendliche), Hämophile
  • Heike: Stricher und Sexarbeiterinnen in NRW, Annegret Schreg (positive Jugendliche), Marschalla/Essen für türkische / arabische schwule Männer, Hämophile
  • Sven: Stricherverein München
  • Sigrun: Verein Espoir (positive Jugendliche/Schweiz)
  • Dirk: türkische schwule Männern in Köln, Hamburg, Berlin, Bärbel Knorr / Imke Sagrudny zu positiven JVA-Insassen
  • Barbara: Hämophile
  • Achim: Marco Jesse wegen Kontaktaufnahme/Recherche zu Hepatitis C-Leuten
  • Martin: Rainer zu Gehörlosen

Die daraus entstehenden Themenvorschläge sollen bis 15. Januar 2006 (oder auch schon früher) an Friederike Wyrwich gesandt werden. Friederike schickt die Themensammlung unmittelbar danach an Dirk. 


TOP 11: Konferenzsprache

 

Dirk Hetzel wirft noch einmal die Frage der Simultanübersetzung in den Raum:

  • Soll die Kongresssprache Deutsch sein?
  • Bieten wir Übersetzungsleistungen an? Wenn ja welche und wie?

Nach kurzer Diskussion, in der auch die Aspekte eine Rolle spielen, dass mit den veränderten Zugangskriterien die Basiskurse (für Migrant/innen) wegfallen werden und selbst beim Afrikaner-Netzwerke die Geschäftssprache deutsch ist, wird der Vorschlag gemacht, die Konferenzsprache zwar deutsch sein zu lassen, aber ausgewählte (Diskussions-)Veranstaltungen auf Englisch stattfinden zu lassen.

Dazu soll nach ehrenamtlichen Übersetzern (Dolmetscherschule) Ausschau zu halten.

Die Vorbereitungsgruppe beschließt folgende Arbeitsvereinbarungen:

  • Dirk: recherchiert die Kosten für die Ausstattung eines Raumes mit Simultanübersetzungsanlage (Englisch, Französisch);
  • Jutta/Hans: recherchieren am Herder-Institut und bei der Messe Leipzig Entleihbarkeit / Kosten für eine technische Simultanübersetzungsanlage (Englisch/Französisch);
  • Silke: fragt Kassa vom Netzwerk Afro-Leben plus, ob auf eine Übersetzung tatsächlich verzichtet werden kann.


TOP 12: Konferenzstruktur

 

Bernd Vielhaber beginnt die Diskussion mit folgendem Vorschlag für die Struktur der Konferenztage:

08.30 Uhr      Körperarbeit (Aktivierung / Entspannung / Sport)
09.30 Uhr      Workshops (3h)
12.30 Uhr      Mittagspause (2h)
14.30 Uhr      Mittagsplenum (1,5 h)
16.00 Uhr      Pause (0,5 h)
16.30 Uhr      Workshops (2h)
18.30 Uhr      Pause (0,5 h)
19.00 Uhr      Abendplenum

Wichtige Neuerungen gegenüber Kassel:

Die ersten Workshops beginnen erst um 9.30 Uhr und dauern drei Stunden statt anderthalb. (Von vielen TN der letzten BPV/BVA gewünscht.)

Für diejenigen, die das möchten, beginnen die Tage mit einer Einheit Körper/Körperarbeit. In der Vorbereitungsgruppe kommt dieser Vorschlag sehr gut an.

 

TOP 13: Veranstaltungstypen/Konferenzstruktur

 

1. Informationsveranstaltungen:

  • klassischer Veranstaltungstyp ("einer erzählt, die anderen hören hauptsächlich zu!)

2. Begegnungen:

  • sollten mehr als der klassische Erfahrungsaustausch unter Peers sein;
  • sollten Grenzen überwinden => "Positive Begegnungen" (die Erfahrungen des "Ich" stehen im Vordergrund);
  • sollten aus unterschiedlichen Perspektiven auf ein Thema schauen;
  • sollten nach vorn gehen und die Frage stellen: Welche Haltung / Forderung ergibt sich daraus gegenüber Politik, Gesellschaft und uns selbst?

3. Open Space

  • Themen sollten sowohl im Vorfeld abgefragt, als auch während der Veranstaltungen entstehen.
  • Es soll eine/n Open-Space-Beauftragte/n geben, der/die die technische Umsetzung während der Konferenz koordiniert

4. "Standortbestimmung" (vorläufiger Titel!!!)

  • bauen auf die Begegnungsveranstaltungen und die dort entstandenen Forderungen/Haltungen auf;
  • sollen daraus Positionen entwickeln und beziehen, über handlungspraktische Konsequenzen nachdenken, Kampagnen erörtern (das kollektive "Wir" steht im Vordergrund) d.h. Umsetzung der Forderungen/Haltungen aus den Begegnungen in aktives Handeln

5. Plena

  • sollen ein Rahmen schaffen, in dem sich alle Teilnehmer/innen begegnen können;
  • die Tagesabschlussplena sollen das "Wir"-Gefühl für alle erlebbar machen
  • hier soll versucht werden, ein Bild über den Verlauf / die Tendenzen der Konferenz zu erstellen und alle davon zu informieren, was wichtiges an Themen und Stimmungen gelaufen ist (Workshopbeobachter) und die Dynamik des Tages aufzugreifen

Die Vorbereitungsgruppe einigt sich darauf, die "Standortbestimmungen" quasi als logische Fortsetzung der "Begegnungen" am Vormittag zu betrachten.

Die deutliche Reduzierung der Anzahl der Workshops vormittags (statt zwei kurze ein langer - im Vergleich zur letzten BPV/BVA bedeutet diese Struktur eine Reduzierung der Veranstaltungsanzahl um ein Drittel), bringt einen Zugewinn an Qualität und Diskussionstiefe mit sich.

Die konzeptuellen Überlegungen zu den einzelnen Veranstaltungstypen müssen gut kommuniziert werden, insbesondere auch an die Moderator(inn)en. Die Workshopbeobachter sollten Personen sein, die über ihre Aufgabe von Anfang an informiert sind und aus diesem Blickwinkel auch den Workshop beobachten.

Arbeitsvereinbarungen:

  • einen alternativen Begriff für "Standortbestimmung" finden;
  • klären, wie die Anmeldung für die Workshops (Überfüllung!) organisiert werden soll;
  • über die Gewichtung der einzelnen Typen (wie viel Information, wie viel Begegnung, wie viel "Standortbestimmung"?) wird bei Beginn des nächsten Treffens der Vorbereitungsgruppe diskutiert. 


TOP 14: Abschluss Konferenzstruktur

 

Die Vorbereitungsgruppe verabschiedet weiterhin die oben aufgeführte Tagesstruktur der Konferenz - wobei das Abendplenum mindestens eine Stunde dauern sollte, auch wenn das Abendessen schon früher beginnen kann:

08.30 Uhr      Körperarbeit (Aktivierung / Entspannung / Sport)
09.30 Uhr      Workshops (3h)
12.30 Uhr      Mittagspause (2h)
14.30 Uhr      Mittagsplenum (1,5 h)
16.00 Uhr      Pause (0,5 h)
16.30 Uhr      Workshops (mind. 2h)
18.30 Uhr      Pause (0,5 h)
19.00 Uhr      Abendplenum (mind. 1 h)
20.00 Uhr      Abendessen 


TOP 15: Rahmenprogramm

 

Zur Wahrnehmung der "Positiven Begegnungen 2006" in der Stadt Leipzig berichtet Hans Probst:

  • Vom 15.-30.8.2006 findet im Leipziger Rathaus (Untere Wandelhalle) die Ausstellung des Konrad-Lutz-Preises in Kooperation mit dem Netzwerk Plus statt. Hierzu ist eine hochrangig besetzte Eröffnungsveranstaltung mit Diskussion geplant.
  • In Kiel befindet sich gerade eine Wander-Fotoausstellung zum Thema "Katastrophe Aids". Die Ausstellung besteht aus 18 Stoffbannern, die in großen Räumen, wie zum Beispiel im Leipziger Hauptbahnhof oder im Paunsdorfer Einkaufszentrum aufgehängt werden können. Zurzeit wird die Ausstellung von der Aidshilfe Kiel und dem Institut für Geschlechterforschung veranstaltet.
  • Leipziger Programmkinos wären zu einer öffentlichen Filmnacht im Rahmen der "Positiven Begegnungen 2006" bereit. Insbesondere die "Leipziger Dokumentarfilmwoche" könnte auch zwischendurch mal Dokumentarfilme zeigen. Geklärt werden müsste noch:Für die (öffentliche) Konferenzparty bietet sich der Eventort "Bimbotown" an. Es handelt sich dabei um ein ehemaliges Industriegebäude, in dem sich experimentelle Schrottkunst auf vielfältige Weise bewegt. "Bimbotown" ist keine klassische Disco-Location sondern eine Mischung aus Kunstwerk und Live-Musik. Es ist jeden ersten Samstag im Monat für Publikum geöffnet, ansonsten kann der Ort gebucht werden und sollte nicht zu teuer sein. Für die Anfahrt hat das Hotel bereits einen Bus-Shuttle angeboten, die Anfahrtszeit dürfte 30 bis 45 Minuten betragen.
    • wann die Filmnacht laufen soll (vor, während, nach der Konferenz?)
    • in einem oder in mehreren Innenstadtkinos?

Nach kurzer Diskussion über die Gestaltung der Abschlussveranstaltung beschließt die Vorbereitungsgruppe:

  • Am Freitagabend soll im Hotel ein kleiner Event stattfinden (nutzbar: Tanzbar, Terrasse, Garten).
  • Für den Samstagabend soll eine öffentliche Abschlussparty stattfinden.
  • Der Vorschlag, die Trauer- und Gedenkaktion in der Nikolai-Kirche stattfinden zu lassen, wird nach kurzer Diskussion von der Vorbereitungsgruppe verworfen, weil:
    • keine Festlegung auf eine bestimmte Glaubensrichtung stattfinden sollte;
    • die Trauer/Gedenkveranstaltung kein öffentliches sondern privates Angebot bleiben sollte;
    • Flexibilität im Zeitrahmen bestehen sollte.

Die Vorbereitungsgruppe beschließt weiterhin, dass das Angebot der Leipziger Verkehrsbetriebe, in allen Bussen und Bahnen eine nahezu kostenlose Plakataktion (€ 150,- für die Aufhänger) stattfinden zu lassen, angenommen wird. Die Plakataktion soll für einen 14tägigen Zeitraum parallel zur Veranstaltung gebucht werden.

Arbeitsauftrag:

Hans Probst und Jutta Rosch werden hierzu auch bei der Leipziger Hochschule für Grafik und Buchkunst anfragen, ob die Studierenden ein Plakat entwerfen wollen. Es sollen außer dem Konferenztitel "Positive Begegnungen 2006" keine weiteren Vorgaben gemacht werden - dies bringt mehr Aufmerksamkeit und reproduziert nicht immer nur die Eigenwahrnehmung.

Darüber hinaus wird die Frage aufgeworfen - und noch nicht abschließend geklärt - ob am Eröffnungstag auch im Leipziger Hauptbahnhof Aktionen stattfinden sollen.

Hans Probst kündigt an, dass es anlässlich der "Positiven Begegnungen 2006" eine Sonderausgabe des Magazins der AH Leipzig "Querelle" - mit Stadtplan und Veranstaltungsorten - geben wird: Redaktionelle Beiträge von außen sind möglich und können von den Mitgliedern der Vorbereitungsgruppe genutzt werden.

Außerdem findet am Montag nach den "Positiven Begegnungen 2006" eine Dankeschön-Party für alle Mitarbeiter der Konferenz im Garten der AH Leipzig statt. 


TOP 16: Schirmherrschaft

 

Die Vorbereitungsgruppe trägt Vorschläge für Schirmherr/innen zusammen.

Verfahren:

Weitere Vorschläge bitte per E-Mail an Dirk Hetzel. 

 

TOP 17: Internationale Gäste

 

Vor dem Hintergrund der Frage, ob Gäste aus dem ferneren Ausland zu den "Positiven Begegnungen 2006" eingeladen werden können, beschließt die Vorbereitungsgruppe nach kurzer Diskussion:

  • Das Einladen internationaler Gäste ist grundsätzlich möglich, sie sollten aber die Veranstaltung voran bringen und unter dem Aspekt eingeladen werden, inwiefern sie für die "Positiven Begegnungen 2006" nützlich und sinnvoll sind.
  • Internationale Gäste sollten deshalb themenspezifisch eingeladen werden.
  • Mit den Gästen sollte ein Austausch möglich und Begegnung gewünscht sein, d.h. es sollte auch keine gravierenden Sprachprobleme geben.
  • Interesse besteht derzeit an Gästen aus der Schweiz, Österreich und den Niederlanden.


TOP 18: Markt der Möglichkeiten

 

Die Vorbereitungsgruppe beschließt:

  • einen Markt der Möglichkeiten wie in Kassel soll es auf den "Positiven Begegnungen 2006" nicht mehr geben;
  • Netzwerke und Gruppen können sich mit Flyern oder Postern an einem Informationsboard präsentieren;
  • zusätzlich dazu soll es einen Raum geben, in dem Netzwerke und Gruppen zu einem bestimmten Zeitpunkt mit Aktionen auf sich aufmerksam machen können;
  • dies soll bei der Ausschreibung deutlich gemacht werden. 

Das nächste Vorbereitungstreffen findet statt am: 17. bis 19. Februar 2006 in Berlin. Dabei sollen - aufgrund der Veränderungen der Positiven Begegnungen, die beim Konzeptseminar so noch nicht absehbar waren - die Veranstaltungsthemen noch einmal neu erarbeitet werden.

Ende: Sonntag, 27. November 2005, 13 Uhr

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